Peer Review der deutschen Nachhaltigkeitspolitik

 

Peer Review der deutschen Nachhaltigkeitspolitik

 Die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg hat einen weiteren Handlungsschwerpunkt: Im Fokus steht, Bund und Länder, aber auch die Bundesländer selbst zukünftig beim Thema nachhaltige Entwicklung stärker zu vernetzen und den Austausch zu intensivieren. Als ein Vorreiter in Sachen Landesnachhaltigkeitsstrategien bezieht sich Baden-Württemberg bei diesem Schritt auf die Empfehlungen eines Expertengutachten, des sogenannten „Peer Review der deutschen Nachhaltigkeitspolitik“. Tanja Gönner, Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr a.D. lud alle interessierten Gäste am Donnerstag, 6. Mai 2010, um 18.30 Uhr in die Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin ein, um gemeinsam über die „Rolle der Länder im Peer Review der deutschen Nachhaltigkeitspolitik“ zu diskutieren.

Empfehlungen des Peer Review
Der Peer Review wurde im vergangenen Jahr im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt. Eine internationale Gruppe aus sieben Klima-, Nachhaltigkeits- und Wirtschaftsexperten nahm dafür die deutsche Nachhaltigkeitspolitik kritisch unter die Lupe und formulierte einen Abschlussbericht, der Ende des Jahres an die Bundeskanzlerin übergeben wurde. In diesem Bericht wurden auch die Aktivitäten der Länder analysiert. Eine Kernempfehlung des Papiers zielt darauf, die vertikale Integration zwischen Bund und Ländern zu verstärken. Zum einen soll der Austausch in beide Richtungen intensiviert, zum anderen die Entwicklung von Visionen und Strategien vorangetrieben werden.

 Die Rolle der Länder
Baden-Württemberg nahm diese Anregungen des Peer Review zum Anlass, in Berlin die eigene Landesnachhaltigkeitsstrategie mit ihren Projekten und bis dato erzielten Erfolgen vorzustellen sowie alle Bundesländer zu einem intensiven Austausch einzuladen. Diskussionspartner und Gäste betrachteten gemeinsam mit Ministerin Gönner a.D. die Stärken und Herausforderungen des Baden-Württemberger Vorgehens und entwickeln neue Impulse. Es diskutierten:

Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Von 1998 bis 2001 war Dr. Bachmann Geschäftsführer des wissenschaftlichen Beirats Bodenschutz im Bundesumweltministerium. In dieser Position war er maßgeblich an der Entstehung des Bodenschutzgesetzes von 1999 beteiligt. Dr. Bachmann ist Herausgeber von Loseblattwerken, Verfasser von Kommentaren zum Bodenschutzgesetz und diversen Aufsätzen.

Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland
Tschimpke hat die regionale Naturschutzarbeit des NABU vor Ort ausgebaut und professionalisiert. Darüber hinaus hat er die internationale Arbeit des Verbandes ausgebaut und die Naturschutzjugend (NAJU) stärker in die strategischen Entscheidungsprozesse des NABU eingebunden.

Andreas Jung, Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für nachhaltige Entwicklung
Jung ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2005 bis 2009 stellvertretender Vorsitzender der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Wolfgang Schmalz, Unternehmer und Mitglied der Nachhaltigkeitskonferenz sowie der Unternehmensinitiative Baden-Württemberg
Wolfgang Schmalz ist mit seinem Unternehmen ein Vorbild für eine nachhaltige Wirtschaftsweise: Umweltschutz ist bei der J. Schmalz GmbH Teil der Unternehmensziele und des täglichen Handels. Dies hat dazu geführt, dass das Unternehmen inzwischen in der Lage ist, mehr Energie zu erzeugen als es selbst benötigt. Diese Aktivitäten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.



 


 
 
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